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Bildhauersymposium



... Bad Laasphe hat Räume - im weitesten Sinne gesprochen - die sich besonders für die Begegnung mit zeitgenössischer Kunst eignen. Da ist zum einen der historische Stadtkern zu nennen, zum anderen die Land-schaft, die fußläufig vom Stadtkern aus erreichbar ist.
In dem zeitlich das Projekt Neue Kunst in alten Gassen umgreifenden 1. Internationale Bildhauersymposium schufen 6 Bildhauer aus vier Ländern mit internationalem Ruf (Johannes Droge, Franz Stähler und Martin Steiner aus Deutschland und Tae Mori, Japan, Michael Le Grand, Australien, Hamish Horsley, Neuseeland) zwei Wochen lang mit Materialien der Region (Holz, Metall, Stein, Ziegel) Skulpturen in Betrieben bzw. an Plätzen der Stadt. Die Skulpturen sollten sich auf die Stadt oder die Land-schaft beziehen und insbesondere auf einen von dem jeweiligen Künstler gewählten öffentlichen Platz, auf dem die Arbeiten dann verbleiben wür-den. Wichtig war bei diesem Projekt, dass während der gesamten Arbeitszeit die Bildhauer aufgesucht werden konnten, und dass sie in an-sässigen Betrieben arbeiteten bzw. Material benutzten, das aus heimi-schen Betrieben stammte. In einem Fall war es sogar möglich, an einen historischen Betrieb zu erinnern. Franz Stähler machte mit Ziegeln aus einer ehemaligen Ziegelei eine Skulptur für den selben Lehmberg, von dem früher der Ton abgetragen wurde. Besucher und Einheimische nahmen regen Anteil an der Entstehung der Skulpturen, ihre Inhalte wurden heftig diskutiert, die Frage nach "Kunst oder "Handwerk wurde ständig erörtert. Die Künstler wurden zu ,,Stadtkünstlern". ...

Renate Hahn